Kämpft um den letzten Rest des Hambacher Forsts!

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Das Konzerninteressen und Profit in unserer Politik wichtiger ist, als Luft zum Atmen wissen wir schon lange. Selbst in Zeiten, zu denen wir den Klimawandel nicht mehr aufhalten können, wird Braunkohleabbau weiter gefördert.Und das, obwohl es so viele regenerative Alternativen gibt, die stattdessen gefördert werden könnten. Ein nicht weit von Aachen entferndes Beispiel spiegelt diese Übermacht von Wirtschaftsinteressen und die Umweltzerstörtung wider: Im Hambacher Forst umkämpfen seit 2012  Aktivist_innen die letzten 10% des einst riesigen Waldes, der zum größten Teil bereits dem RWE-Tagebau zum Opfer gefallen ist – um Braunkohle zu gewinnen. Obwohl RWE den Wald durch die Polizei immer wieder räumen lässt, ist durch zahlreiche Medienberichte dokumentiert, dass der Wald immer wieder durch die Aktivist_innen neu besetzt wird, die ihre Aktionen auch veröffentlichen.

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Wer sich selbst ein Bild machen möchte kann die Aktivist_innen im Hambacher Forst im Camp besuchen. Oder aber, man nimmt am nächsten Waldspaziergang durch den Hambacher Forst teil. Mittlerweile haben dies bereits über 5.000 Menschen getan. Aachen Vegan war gestern neben über 300 weiteren Besuchern mit vor Ort. Hier war ein direkter Austausch mit den Aktivist_innen möglich, man konnte sich ein Bild vom Wald, dem Protestcamp und seinen Bewohner_innen und dem Abbaugebiet machen und Kontakte mit Gleichgesinnten knüpfen.

Mitmachen? Spenden? Aktiv werden?

Der einfachste Weg lautet: Stromanbieter_in wechseln – niemand muss RWE-Kund_in sein oder vergleichbare Firmen unterstützen. Das kann man bequem und sofort. Hier findet ihr eine Seite, die glaubwürdige Öko-Stromanbieter_innen listet. Ebenfalls kann etwas getan werden, in dem die Petition zur Rettung des Hambacher Forsts unterzeichnet wird. Sehr geholfen wird den Aktivist_innen durch Unterstützung vor Ort oder durch Spenden. Hier findet ihr Möglichkeiten, wie ihr gegen die Rodung des Hambacher Forsts am besten unterstützen könnt.

Weitere Infos auch auf der Facebookseite Hambacher Forst Besetzung.

Bildnachweis:

Weihnachts Bake Sale

Am 11. Dezember gibt es wieder unseren Vegan Bake Sale als Weihnachtsedition! Wir sammeln Spenden für den Gnadenhof des Tierschutzvereins Kreis Aachen e.V. in Stolberg. Ihr bekommt dafür jede Menge Plätzchen, Cupcakes und sonstige Leckereien zum Mitnehmen und Probieren. Wer auch etwas backen oder am Stand helfen möchte, kann sich gerne bei uns melden! bakesale_flyer_web

Veganes Picknick im Westpark

Wir treffen uns am Freitag, den 6. Mai 2016 ab 15 Uhr im Westpark und eröffnen die Picknick Saison! Mit Decke, Essen+Trinken (vegan, natürlich) und den dazu notwendigen Utensilien bist Du herzlich willkommen. Wir sitzen auf der großen Wiese links neben dem Eingang Gartenstraße. Komm einfach vorbei, ohne Anmeldung oder so. DSC_1828

Vegan Bake Sale in Aachen

12968181_1710134199274263_7700653949466922864_oIm April finden weltweit Vegan Bake Sales statt (http://veganbakesale.org/), da darf Aachen natürlich nicht fehlen! Deshalb veranstalten wir am 30. April am Glaskubus (Nähe Elisenbrunnen) wieder einen Bake Sale, um der Welt zu zeigen, dass Tierleid kein Geschmacksträger ist. Die Spenden gehen wieder an den Tierschutzverein Kreis Aachen e.V. und die Tiere am Gnadenhof in Stolberg (http://www.tierschutz-kreis-aachen.de/).

Kommt gerne vorbei, testet ausgiebig unsere Backkünste und lasst uns eine kleine Spende da.

Falls Ihr Euch aktiv beteiligen möchtet, freuen wir uns auch sehr! Wer wiegen, rühren, backen, verzieren und verpacken mag, kann sich gerne hier eintragen und sein Backwerk einfach am 30. April zum Stand bringen. 

https://dudle.inf.tu-dresden.de/3rbkcx5n/

Gebacken werden darf alles, was lecker ist. Schokolade, Schokolade, Schokolade ist wichtig! Außerdem alles, was sich hübsch eintüten und einfach mitnehmen lässt.

Wer gerne mit am Stand stehen und Fragen zum veganen Leben beantworten möchte, darf sich gerne hier eintragen.

https://dudle.inf.tu-dresden.de/Standbetreuung/

Wir freuen uns auf jeden Fall sehr auf Euch!

Refugees Welcome!

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Am Silvesterabend haben sich „400 bis 500 junge Männer vor dem Kölner Hauptbahnhof und auf dem Domplatz versammelt, die unkontrolliert Feuerwerk in der Menge gezündet hätten und bereits ‚völlig enthemmt‘ gewesen seien. Bis Mitternacht seien etwa 500 weitere dazu gekommen […].Währenddessen und auch danach seien Gruppen junger Männer zwischen 15 und 35 Jahren gemeinsam auf die Menschen losgegangen, um sie zu bestehlen. Sie hätten zudem Frauen bedrängt und berührt. […] Etwa 15 Frauen zeigten sexuelle Übergriffe an, in einem Fall handele es sich in juristischer Hinsicht um Vergewaltigung. […] 60 Anzeigen sind bislang bei der Polizei eingegangen.“[1]

Diese Vorfälle sind widerlich, menschenverachtend und zu verurteilen. Keine Person sollte Opfer von solchen Übergriffen werden.

Bisher scheint über die Täter kaum etwas bekannt, die Polizei spricht von Personen, die „vom Aussehen aus dem nordafrikanischen und arabischen Raum kommen können“[1]. In der aktuellen Situation hat dies Auswirkungen auf in Deutschland lebenden Geflohenen, da sie von vielen unter Generalverdacht gestellt werden.

Jede_r einzelne Täter_in, der/die sexuelle Übergriffe oder andere Gewalttaten an anderen Personen verübt, muss immer mit dem gesamten Repertoire, das dem Strafvollzug zur Verfügung steht, bestraft werden. Ausnahmslos. Hierbei darf aber kein Unterschied aufgrund der Nationalität gemacht werden. Wenn ein_e Sexualstraftäter_in in sein/ihr Herkunftsland zurückverwiesen wird, werden andere Personen in Gefahr gebracht: Wenn das Problem lediglich in ein anderes Land verlagert wird, besteht die Gefahr, dass die Täter_innen dort wieder übergriffig werden und andere Personen Opfer sexueller Belästigung oder sexuellen Missbrauchs werden. Es muss ein Anliegen aller sein, dass Straftaten dieser Art nicht mehr an Personen verübt werden – egal an wem und egal wo. Wer es für eine Lösung hält, das Problem hinter die eigene Landesgrenze zu schieben und dabei in Kauf nimmt oder es für besser hält, dass weitere Personen (die nicht die eigene Nationalität haben) zu Schaden kommen, hat das Problem nicht verstanden:

Es muss sich gefragt werden, wie es möglich ist, dass an einem der belebtesten Plätze Kölns (organisierte) Straftaten dieses Ausmaßes an Personen verübt werden können. Warum können sich Frauen offensichtlich immer noch nicht in einer der belebtesten Nächte an einem der belebtesten Orte der Stadt aufhalten, ohne Opfer von Gewalt zu werden? Wie kann diesen Personen besser geholfen werden? Warum werden diese und alle weiteren sexuellen Übergriffe, die in dieser Nacht (oder allen anderen Nächten) an Personen verübt wurden, nicht stärker geahndet und bestraft?

Bezogen auf die Situation der Geflohenen bleibt zu sagen, dass die „Gruppe der Geflohenen“ (sofern sich diese Gruppe überhaupt bilden lässt), genauso heterogen ist, wie unsere Gesellschaft auch. Es gibt fliehende Familien, Minderjährige, Berufstätige, Schulkinder, Auszubildende, alleinerziehende Väter oder Mütter mit Kind, aber eben auch Kriminelle. Bitte hört nicht auf, Geflohene differenziert wahrzunehmen. Kriminelle gilt es zu bestrafen. Allen anderen muss unsere Hilfe zur Verfügung stehen.

Quellen:

[1] www.sueddeutsche.de/panorama/straftaten-an-silvester-voellig-enthemmt-polizei-staunt-ueber-gewalt-in-koeln-1.2805623

Bildquelle: http://www.rootsofcompassion.org

Der Kommentar stellt eine Einzelmeinung dar.

Nein zu PEGIDA in Aachen!

Haltet euch den 13.12. frei, denn hier finden gleich zwei wichtige Veranstaltungen statt:
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Am 13.12. plant PEGIDA eine überregionale Kundgebung auf dem Aachener Bendplatz, die unbedingt blockiert werden muss. Die Antirassistische Offenisve läd ab 10:00 zur Gegenveranstaltung ein am Westbahnhof ein.

Anschließend kann man sich am Glaskubus beim Vegan Bake Sale mit veganen Köstlichkeiten stärken:12279176_1655768548044162_4126387775171329503_n

Hier verteilen wir auch unseren brandneuen „Vegan backen“ Flyer.

Falls jemand sogar Gebäck für den Bake Sale beisteuern will, kann er/sie dies in dieser Liste angeben, wer bei der Standbetreuung unterstützen will, trägt sich hier ein.

Danke, dass ihr diese wichtigen Initiativen unterstützt.

Impressionen der International Animal Rights Conference 2015 in Luxemburg

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Bei der diesjährigen, viertägigen Konferenz in Esch-Sur-Alzette hatten mehrere hundert Teilnehmer_innen, die aus aller Welt angereist waren, nun bereits zum fünften Mal die Gelegenheit, sich auszutauschen, vernetzen und zahlreiche Vorträge und Workshops zu Themen wie Tierrecht, Veganismus oder Aktivismus zu besuchen. Abgerundet wurde all dies von sehr leckerem veganem Essen.

Wie erreiche ich mehr Leute und welche Inhalte will ich eigentlich vermitteln?

Es wurden viele Möglichkeiten aufgezeigt, Menschen für Tierrechte zu interessieren: Neben dem Einsatz von Flyern wurde die Verwendung von audiovisuellen Medien in Fußgängerzonen thematisiert, ebenso Street-Art-Performances oder der Einsatz von Tierkadavern, mit denen man Passant_innen konfrontiert um das Grauen der Tierbenutzungsindustrie zu verdeutlichen. Auch der Einsatz von Online-Video-Kanälen oder Social Media zur Erreichung jüngerer Zielgruppen wurde angesprochen.

In diesem Zusammenhang stellte sich auch immer wieder die Frage, welche Herangehensweise am sinnvollsten ist, wenn man Tierausbeutung beenden möchte. Versucht man eher, Fleischesser_innen schrittweise eine Ernährungsform nahezulegen, die mehr pflanzliche Lebensmittel und weniger Tiere/Tiersekrete enthält und über diese Verhaltensänderung zu einem späteren Zeitpunkt die dahinterstehenden Werte zu kommunizieren, weil dann die Hemmschwelle zur Gewohnheitsänderung niedriger ist oder konfrontiert man Menschen mit Fakten über Massentierhaltung und Tierbenutzung, die allein schon durch ihre Grausamkeit zu einem Umdenken führen müssten?

Tierrecht = Tierschutz?

Die Szene, die sich für die Beendung von Tierleid einsetzt, ist sehr heterogen. Fast jede_r Veganer_in wird schon mal mit einer/einem anderen Veganer_in eine hitzige Grundsatzdiskussion über eine bestimmte Nuance des Veganismus geführt haben. Für Aktivismus hat dies aber weitreichendere Probleme: Welche Tierrechtsgruppe kooperiert mit welcher, ohne dass Werte missachtet werden? Können Tierrechts- mit Tierschutzorganisationen zusammenarbeiten, ohne ihre Ziele zu verwässern?

Entladen hat sich diese Frage vor allem nach Sebasitan Zöschs Vortrag (die Diskussion ist nicht Teil des Videos). Die Frage hier ist, ob eine Organisation, die von sich selbst sagt, dass sie sich für Veganismus einsetzt, mit einem der führenden deutschen Fleischproduzenten kooperieren kann, um vegetarische Wurst zu promoten, die hauptsächlich aus Ei besteht, da so mehr Individuen für das Produkt sterben (Küken, Hühner) als bei dem vorherigen Fleischprodukt. Durch Kampagnen dieser Art entfällt der VEBU für einige Tierrechtsgruppen als Kooperationspartner, da diese tierethische Grundsätze verletzt sehen.

An Beispielen dieser Art zeigt sich, wie differenziert die Tierrechts- und die Tierschutzszene ist. Daraus ergeben sich sowohl Probleme als auch Perspektiven: Wenn die Bewegung so zersplittert und so kooperationsunfähig ist, wie manchmal dargestellt, ist eine Zusammenarbeit nur sehr bedingt möglich und der Wirkungsradius sehr gering. Auf der anderen Seite sind die Ansätze, Tierrechte oder den Veganismus zu verbreiten so vielseitig, dass verschiedene Zielgruppen angesprochen werden, die durch eine „einheitliche“ Bewegung vielleicht nicht angesprochen würden.

Tierrechte rund um den Globus

Ergänzt durch viele Länderreports aus z.B. Palästina oder Kolumbien wurde deutlich, dass Tierrecht kein „Luxusproblem“ ist, sondern selbst in Krisen- und Kriegsgebieten Menschen dafür eintreten, andere Tiere von menschenverursachtem Leid zu befreien. Wie hierbei einige Beispiele zeigten, endet politische Arbeit von Aktivist_innen oder Journalist_innen häufig tödlich, wie u. a. der Mord an der Journalistin Flor Alba Nuñez vor wenigen Tagen zeigt.

Konferenzmitschnitte

Es gab noch viele weitere Themen auf der Konferenz, die hier nicht alle genannt werden können. Müssen sie auch gar nicht, denn die Talks sind bereits über den Vegan Kanal verfügbar🙂