Refugees Welcome!

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Am Silvesterabend haben sich „400 bis 500 junge Männer vor dem Kölner Hauptbahnhof und auf dem Domplatz versammelt, die unkontrolliert Feuerwerk in der Menge gezündet hätten und bereits ‚völlig enthemmt‘ gewesen seien. Bis Mitternacht seien etwa 500 weitere dazu gekommen […].Währenddessen und auch danach seien Gruppen junger Männer zwischen 15 und 35 Jahren gemeinsam auf die Menschen losgegangen, um sie zu bestehlen. Sie hätten zudem Frauen bedrängt und berührt. […] Etwa 15 Frauen zeigten sexuelle Übergriffe an, in einem Fall handele es sich in juristischer Hinsicht um Vergewaltigung. […] 60 Anzeigen sind bislang bei der Polizei eingegangen.“[1]

Diese Vorfälle sind widerlich, menschenverachtend und zu verurteilen. Keine Person sollte Opfer von solchen Übergriffen werden.

Bisher scheint über die Täter kaum etwas bekannt, die Polizei spricht von Personen, die „vom Aussehen aus dem nordafrikanischen und arabischen Raum kommen können“[1]. In der aktuellen Situation hat dies Auswirkungen auf in Deutschland lebenden Geflohenen, da sie von vielen unter Generalverdacht gestellt werden.

Jede_r einzelne Täter_in, der/die sexuelle Übergriffe oder andere Gewalttaten an anderen Personen verübt, muss immer mit dem gesamten Repertoire, das dem Strafvollzug zur Verfügung steht, bestraft werden. Ausnahmslos. Hierbei darf aber kein Unterschied aufgrund der Nationalität gemacht werden. Wenn ein_e Sexualstraftäter_in in sein/ihr Herkunftsland zurückverwiesen wird, werden andere Personen in Gefahr gebracht: Wenn das Problem lediglich in ein anderes Land verlagert wird, besteht die Gefahr, dass die Täter_innen dort wieder übergriffig werden und andere Personen Opfer sexueller Belästigung oder sexuellen Missbrauchs werden. Es muss ein Anliegen aller sein, dass Straftaten dieser Art nicht mehr an Personen verübt werden – egal an wem und egal wo. Wer es für eine Lösung hält, das Problem hinter die eigene Landesgrenze zu schieben und dabei in Kauf nimmt oder es für besser hält, dass weitere Personen (die nicht die eigene Nationalität haben) zu Schaden kommen, hat das Problem nicht verstanden:

Es muss sich gefragt werden, wie es möglich ist, dass an einem der belebtesten Plätze Kölns (organisierte) Straftaten dieses Ausmaßes an Personen verübt werden können. Warum können sich Frauen offensichtlich immer noch nicht in einer der belebtesten Nächte an einem der belebtesten Orte der Stadt aufhalten, ohne Opfer von Gewalt zu werden? Wie kann diesen Personen besser geholfen werden? Warum werden diese und alle weiteren sexuellen Übergriffe, die in dieser Nacht (oder allen anderen Nächten) an Personen verübt wurden, nicht stärker geahndet und bestraft?

Bezogen auf die Situation der Geflohenen bleibt zu sagen, dass die „Gruppe der Geflohenen“ (sofern sich diese Gruppe überhaupt bilden lässt), genauso heterogen ist, wie unsere Gesellschaft auch. Es gibt fliehende Familien, Minderjährige, Berufstätige, Schulkinder, Auszubildende, alleinerziehende Väter oder Mütter mit Kind, aber eben auch Kriminelle. Bitte hört nicht auf, Geflohene differenziert wahrzunehmen. Kriminelle gilt es zu bestrafen. Allen anderen muss unsere Hilfe zur Verfügung stehen.

Quellen:

[1] www.sueddeutsche.de/panorama/straftaten-an-silvester-voellig-enthemmt-polizei-staunt-ueber-gewalt-in-koeln-1.2805623

Bildquelle: http://www.rootsofcompassion.org

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